Der Wittener Kunstverein in Murnau im Zeichen der „Blauen Reiter“

7.-10. Juni 2018

Bilder

Ein Gedicht

Wenn einer eine Reise tut,
dann kann er was erzählen,
und sie wird erst richtig gut,
tut er richtig wählen:
das Ziel, die Orte, die Begleiter
und erst recht den Reiseleiter.

Ach, ich ließ mich nicht lang bitten,
denn der Kunstverein von Witten,
der bot eine Reise an.
Nach Murnau ging´s, so sagte man.
Künstler war´ n s, die hier logierten,
wir uns dafür int´ ressierten.

Nach München fuhren wir erst gerne
in die Pinakothek der Moderne.
Hier sahen wir Bilder von Paul Klee,
ich noch manche vor mir seh´.
Die Farben waren wunderbar,
akzentuiert und auch sehr klar.

Und außerdem, da lernten wir,
warum er liebte die Zahl „vier“.
Filme sahen wir im Bus,
Einstimmung auf Kunstgenuss.
Ich fand das phänomenal:
Farbe hören – wie genial!

Es tat dann einen Rückblick geben
Auf der beiden Künstlerleben:
Auf Gabriele Münters Werke
und auf des Kandinskys Stärke.
Beide sie in Murnau schufen,
bis Kandinsky `s Weite suchte.
Das hat sie wohl nie verwunden,
doch einen neuen Gefährten gefunden.

Mit diesem Vorwissen sodann
kamen wir in Murnau an.
Auf drei Hotels wurd´ man verteilt
und schnell ins eigene Zimmer eilt.
Im Grießbräu warteten die Tische,
keine Zeit sich zu erfrischen,
Hier war es lecker, gesellig und nett,
man sank zufrieden dann ins Bett.

Frau Macher sich in Kunst auskennt.
Sie führte klar und kompetent,
zeigte uns Murnau, die kleine Stadt,
wohin sie die Liebe verschlagen hat.
Zeigt´ uns Fassaden, auch, was dahinter,
im Schlossmuseum viel von Münter.
Auch von anderen Künstlern der Zeit
stellte sie uns ihr Wissen bereit.

Ans Grab der Münter sie uns führte,
der Kirche Bewunderung gebührte,
das Münter – Haus mit schönem Garten
tat uns alsodann erwarten.
Man zwar von einer Villa spricht,
doch war es ein Haus, voll Bilder und schlicht.
Man das mit dem Gedanken verband,
was wohl alles hier entstand.
Ehrfürchtig sah man zum Fenster hinaus,
aus dem, was auch hieß „Russenhaus“.

Gen Kochel ging es am folgenden Tag,
an das Grab des Malers Marc.
Dessen Farben, so neu und heiter,
er gründete mit den „Blauen Reiter“.
In Kochel, hoch über dem See,
begegneten wir wieder Klee.
Das Museum, benannt nach Marc,
beeindruckte uns wieder stark.
Sehr viel Grün gab es auch dort
An diesem schön geleg´ nen Ort.
Auch hier Frau Macher uns empfing ,
mit uns zu den Bildern ging.

Sie holte so viel uns ans Licht,
eine bessere Führerin gibt es nicht…
Wie malten all die Künstler schön,
doch sie sich nie am Ende seh´ n.
Wollten über Konkretes hinaus,
auf Abstraktes waren sie aus.

Farbe, Form es in sich hat,
sie bildeten die Avantgarde.
…Für viele liegt das Glück der Erde
auf dem Rücken von dem Pferde.
Für Franz Marc galt dieses nicht,
für ihn lag´s Glück in dessen Sicht.

Ich glaub, im Namen von uns allen
sag ich: die Reise hat gefallen.
Frau Nimsch plante stets perfekt,
die Kunst in dem Detail doch steckt.
Immer wieder gutes Essen,
die schöne Landschaft nicht vergessen!

Jede Rede kommt zum Schluss,
und diese auch hier enden muss.
Frau Nimsch, Frau Macher und Andrea
Und auch Thomas waren stets da,
damit die schöne Reise gelang.
Und wir sagen vielen Dank!

Christine Laurenz-Eickmann